Kasualpraxis

Segensräume öffnen

Taufen und Konfirmationen, Trauungen und Bestattungen: Bei keinen anderen Ereignissen begegnen Menschen aus so vielen Milieus und Schichten unserer Kirche. Dabei ist die Kirche längst nicht mehr die einzige Anlaufstelle, wenn es um die Begleitung wichtiger Lebensübergänge geht. Zugleich erwarten Kirchenmitglieder mehr denn je, dass bei Kasualien ihre individuellen Wünsche berücksichtigt werden.

 

„Du wirst ein Segen sein!“

Das Diskussionspapier „‚Du wirst ein Segen sein!‘ Gedanken und Impulse für eine servicefreundliche, qualitätsvolle und vielfältige Kasualpraxis“ lädt beruflich wie ehrenamtlich Mitarbeitende in Gemeinden und Kirchenkreisen ein, sich ihre eigene Haltung zu Kasualien und ihren Umgang damit zu reflektieren und darüber ins Gespräch zu kommen. Zudem ermutigt der Text sie zu neuen, kooperativen Initiativen. Dies könnten etwa regionale Tauffeste sein, die gemeinsame Betreuung von Traukirchen oder die Einrichtung einer kreiskirchlichen Kasualagentur. Damit greift das Papier eines der Projekte des landeskirchlichen Reformprozesses auf. Das Diskussionspapier „Du wirst ein Segen sein!“ kann auf www.ekir.de/kasualpraxis gelesen oder in der Infothek als PDF heruntergeladen werden. Auf der Website kann man zudem jedes Kapitel online kommentieren.

 

Lebensordnung

Den rechtlichen Rahmen für die Kasualpraxis in unserer Kirche steckt die Lebensordnung ab. Die Landessynode 2024 hat eine neue Lebensordnung beschlossen . Gegenüber dem bis dahin geltenden „Lebensordnungsgesetz“ sind eine ganze Reihe Restriktionen entfallen, um Kirchenmitgliedern, Liturg:innen und Leitungsgremien neue Räume für eine zeitgemäße, mitgliederorientierte und servicefreundliche Kasualpraxis zu öffnen. Die Lebensordnung kann online im FIS Kirchenrecht eingesehen werden.

 

Netzwerk Kasualpraxis

Zahlreiche Kirchenkreise haben bereits begonnen, die Kasualpraxis vor Ort serviceorientierter zu gestalten. So sind in Essen (Segen45 ) und Köln (Hätzjeföhl ) erste Kasualagenturen bzw. Segensbüros entstanden. In anderen Kirchenkreise haben sich Haupt- und Ehrenamtliche zusammengeschlossen, um regionale Events wie Tauffeste oder Segensfeiern zu organisieren. Die regionalen Akteur:innen tauschen sich im Netzwerk Kasualpraxis aus, das sich halbjährlich (im Wechsel analog und digital) trifft. Das Netzwerk steht allen Interessierten aus der Landeskirche offen – eine kurze Nachricht genügt.

Die lokalen und regionalen Kasualinitiativen sind deutschlandweit miteinander vernetzt. Auf der EKD-Seite „Kasualien – persönlich und zeitgemäß“ finden sich dazu weitere Informationen. Auch im Denkraum der EKD tauschen sich viele Kasualagenturen miteinander aus.

 

Hilfen zur Gestaltung

Informationen, Anregungen und Materialien für die Vorbereitung „alter“ und „neuer“ Kasualien findet sich in der Rubrik Materialien > Kasualien. Das Angebot wird sukzessive erweitert.

 

 

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